Inklusion – Projekte der bagfa

Der Begriff Inklusion ist in aller Munde und steht für den gegenwärtigen Zeitgeist. Früher wurden Menschen mit Handicap vielfach ausgegrenzt und gesondert gefördert und betreut. Mittlerweile werden sie in die Gesellschaft einbezogen. In diesem Zusammenhang spricht man in der Soziologie und Pädagogik von Inklusion. Da Menschen mit Behinderung aber oftmals spezielle Bedürfnisse haben, kann der inklusive Ansatz durchaus herausfordernd sein.

Trotz gewisser Hürden im Bereich der Inklusion darf diese nicht übergangen werden. Es ist der Anspruch moderner Freiwilligenarbeit, alle Menschen, ungeachtet etwaiger Handicaps, gleichermaßen anzusprechen. Hier erfahren Interessierte mehr zur Inklusion in der Freiwilligenarbeit und können sich einen Eindruck davon verschaffen.

Definition Inklusion

Was ist Inklusion? Diese Frage kommt immer wieder auf und lässt sich am besten mit der Definition des Begriffs beantworten. Grundsätzlich beschreibt die Inklusion die Einbeziehung beziehungsweise den Einschluss von Menschen in die Gesellschaft. Ein wichtiger Aspekt der Inklusion ist die Wertschätzung der Unterschiedlichkeit. Die Gesellschaft wird als divers gesehen, sodass alle Menschen gleichermaßen anerkannt werden.

Ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Inklusion ist die inklusive Pädagogik. Die Individualität jedes einzelnen Kindes findet hier Beachtung, indem sich die Strukturen den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. So werden alle Kinder gemeinsam unterrichtet und erhalten zudem eine individuelle Förderung. Zugleich wird vielfach abgelehnt, Kindern mit Handicap einen sonderpädagogischen Förderbedarf zuzusprechen. Stattdessen geht die inklusive Pädagogik davon aus, dass alle Kinder einen individuellen Förderbedarf haben. Dementsprechend steht jedem Kind eine besondere Förderung zu.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen

Wenn es um Inklusionsprojekte der bagfa geht, sollte man nicht nur wissen, was sich hinter dem Begriff Inklusion verbirgt, sondern auch, wofür die Abkürzung bagfa steht. Dahinter verbirgt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, die in Deutschland als Dach- und Fachverband der Freiwilligenagenturen in Erscheinung tritt. Das zentrale Ziel der bagfa besteht darin, eine Bürgergesellschaft zu entwickeln, die sich durch aktive Mitgestaltung, ehrenamtliches Engagement und gleiche Chancen für alle auszeichnet.

Örtliche Freiwilligenagenturen und Einzelpersonen engagieren sich gleichermaßen als Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen. Unter einer Freiwilligenagentur versteht man eine Einrichtung oder Organisation, die ehrenamtliches Engagement fördert. Hier erhalten Menschen, die sich als Freiwillige engagieren möchten, zunächst eine ausführliche Beratung. Zudem wissen die Agenturen um die verschiedenen Stellen für Ehrenamtliche und verfügen über eigene Freiwilligenbörsen.

Das bagfa-Inklusionsprojekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“

Dass ehrenamtliches Engagement und Inklusion der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen gleichermaßen am Herzen liegen, ist kein Geheimnis. Die Umsetzung ihrer Ziele verfolgt die bagfa unter anderem durch verschiedene Projekte. Das Inklusions-Projekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“ ist hier in besonderem Maße hervorzuheben. Die bagfa hat sich als zentraler Ansprechpartner für Freiwilligenagenturen und andere Netzwerke positioniert, die im Rahmen der Freiwilligenarbeit auch der Inklusion Rechnung tragen möchten.

Wie können Freiwilligenagenturen einen barrierefreien Zugang zu freiwilligem Engagement bieten?

Ein wichtiger Aspekt hinsichtlich der Inklusion in Freiwilligenagenturen ist der barrierefreie Zugang zu ehrenamtlichem Engagement. Menschen mit Handicap können durchaus ihren Beitrag leisten und sich freiwillig engagieren, sofern sie die Gelegenheit dazu bekommen. Daher sollten Freiwilligenagenturen die Barrierefreiheit ihrer Räumlichkeiten hinterfragen. Zudem sollten sie im Sinne eines inklusiven Ansatzes auf unterschiedliche Beratungsangebote offerieren. Gegebenenfalls lohnt es sich, vorhandene Barrieren abzubauen und sich für alle zu öffnen. Die bagfa ist dabei gerne behilflich.

Wie lassen sich inklusive Projekte umsetzen?

Die Umsetzung inklusiver Projekte erscheint auf den ersten Blick schwierig, da Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen und Eigenheiten beachtet werden müssen. Organisatoren sollten aber bedenken, dass jeder Mensch ein Individuum und einzigartig ist. Nichtsdestotrotz ist Barrierefreiheit bei inklusiven Projekten besonders wichtig und bedarf einer umfassenden Planung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen kann hier unterstützend tätig werden.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Bürgerschaftliches Engagement ist von großer Bedeutung für die Gesellschaft und in vielen Bereichen unverzichtbar. Ohne Freiwillige, die sich ehrenamtlich engagieren, wären viele Projekte und Angebote undenkbar. Die Teilhabe der gesamten Gesellschaft sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein, sodass die Inklusion eng mit der Freiwilligenarbeit verbunden ist. Wer Interesse daran hat und hinter dem inklusiven Gedanken steht, sollte den folgenden Tipp aus unserer Redaktion beherzigen.

Nutzen Sie die Fortbildungsangebote der bagfa!

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligenagenturen legt nicht nur besonderen Wert auf Inklusion, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Freiwilligenarbeit in Deutschland. Menschen, die sich engagieren, sollten die Angebote der bagfa nutzen und diese als Partner an ihrer Seite sehen. Besonders reizvoll erscheinen hier die Fortbildungen der bagfa. Die Reihe will Interessierten aufzeigen, wie sie erfolgreich in Freiwilligenagenturen arbeiten. Das thematische Spektrum der einzelnen Module reicht von den Aufgaben von Freiwilligenagenturen über die Ausstattung, Fachberatungen und Aktionen bis hin zur Durchführung inklusiver Projekte.